SPD-Antrag auf Bildung einer Energie-Kommission

Veröffentlicht am 21.07.2008 in Ortsvereine

An
Gemeindevorstand der Gemeinde Gorxheimertal

Antrag der SPD Gorxheimertal
Bildung einer Energie-Kommission

Der Gemeindevorstand beschließt, eine Energie-Kommission zu bilden.
Die Kommission setzt sich zusammen aus jeweils zwei Mitgliedern der örtlichen Parteien und dem Bürgermeister.

Aufgabe der Kommission ist die geplante Maßnahme zur Energie-Einsparung in den öffentlichen Gebäudenzu prüfen. Ggf. sind Alternativen zu erarbeiten.

Es ist zu prüfen ob Versorgungs-Einheiten gebildet werden können und ob diese dann als Modellprojekte umsetzbar sind.

Zu einzelnen Fragen können nach Bedarf fachkundige Experten hinzugezogen werden. Eine zweite Fachmeinung ist einzuholen.

Begründung:
Die von der SPD-Fraktion mit Antrag vom 31.10.2006 eingeleitete Überprüfung der gemeindeeigenen Gebäude wurde inzwischen von HSE-AG mit der Erstellung eines Modernisierungs- und -Energiekonzeptes umgesetzt.

Diese Berichte liegen inzwischen vor und sind jetzt Gegenstand der Beratung.
Kritisch anzumerken ist, dass nicht alle möglichen Energieträger aufgelistet und geprüft sind.

Die SPD-Gorxheimertal schätzt diese Initiative für die Entwicklung der Gemeinde so hoch ein, dass eine sehr intensive Beratung notwendig ist.

Die umfangreiche Datenerhebung aller Gebäude gibt einen ersten Überblick über die jeweilige aktuelle Situation der Gebäude und der daraus resultierenden Maßnahmen, um die Einsparziele zu erreichen.
Einige der möglichen Maßnahmenpakete werden als unwirtschaftlich eingestuft, andere sind nur dann tatsächlich sinnvoll, wenn sich die Energiepreise gemäß der Annahmen (Seite 13, Tab. 5) entwickeln. Für einige Energiequellen ist mittlerweile eine höhere Preisentwicklung realistisch.
Zwar kennt niemand die genaue Entwicklung für die Zukunft, aber seriöse Experten gehen von einem viel stärkeren Anstieg des Ölpreises (und damit auch Gas und Strom) aus, als in den hier angenommenen 6,5 % linear (bzw. 6% bei Strom). Die Bewertungen der einzelnen Maßnahmenpakete sind deshalb entsprechend unsicher bzw. unrealistisch.

Die SPD-Gorxheimertal schlägt deshalb vor auf der Grundlage des HSE-Berichts ein Gebäudekomplex genauer von einem fachkompetenten Energieberater prüfen und geeignete Maßnahmen entwickeln zu lassen.

Die Fa. Bell (Mosbach) war bereits auf Einladung der SPD-ENERGIE-AG in Gorxheimertal und hat in einer öffentlichen Präsentation Heizungsmethoden vorgestellt, die mit ihrem Einsparungspotential weit über bisherige Methoden hinaus gehen. Ausführliche Informationen kann dieser Energieberater in einer Sitzung geben.

Anmerkung:
Refenzoprojekt der Fa. Bell: z.B.Altenheim Klingenberg (Bj. 1850 + 1915); Nutzfläche 2300 qm - Jahresbedarf: 23.000 ltr. Heizöl (x 0,95 ) = 21.850 € jährlich

jetzt:
mit Hackschnitzel-Anlage: 3.700 € jährlich (!!)
= Einsparung: 18.150 € jährlich

Energietechnisch sinnvoll wären in diesem Zusammenhang sog. Versorgungs-Einheiten zu bilden, soweit sie sich aus örtlichen Gegebenheiten anbieten, um den positiven Effekt voll auszuschöpfen und den Wirkungsgrad noch zu steigern.

Beispiele für mögliche Versorgungs-Einheiten:

Einheit A: Bürgerhaus + Rathaus + kath. Kindergarten
Einheit B: KiGa Trösel + Schule + priv. Nachbargebäude
Einheit C: FF Gorxheimertal + TV Gorxheim + Gesangsverein Eintracht Gorxheim

Der Verbund mit anderen Gebäuden kann als Angebot zur Wärmelieferung per Vertrag geregelt werden.

Für den Empfänger ergeben sich daraus ebenfalls erhebliche Vorteile für eine langfristige stabile und günstige Wärmelieferung ohne eigene techn. Anlagen betreiben zu müssen.

Die Gemeinde wiederum erzielt eine noch günstigere Nutzung ihrer Anlagen und erhält zusätzliche Einnahmen.

Nach Einschätzung der SPD-Gorxheimertal ist es sicher sehr sinnvoll für die Entscheidungsfindung dieser beiden Komplexe modellhaft durchzurechnen, sowohl getrennt als auch als Einheit, um die tatsächlichen Einsparpotentiale beurteilen zu können (Modellrechnungen).

Dabei sollte auch ausdrücklich eine Hackschnitzel-Anlage beachtet werden (eine solche Variante fehlt im HSE-Bericht).

Die Tabelle 5 im HSE-Bericht ist unser Erachten schon überholt.
Unsere Annahmen sehen wie folgt aus:

Heizöl
Heute 0,95 Euro (im Jahr 2010 wären dies geschätzt - 1,50 Euro)

Strom (im Vergleich zum Heizöl)
Heute 1,90 Euro (im Jahr 2010 wären dies geschätzt - 3,50 – 4,00 Euro)

Pellets (im Vergleich zum Heizöl)
Heute 0,40 Euro (im Jahr 2010 wären dies geschätzt - 0,50 Euro)

Hackschnitzel (im Vergleich zum Heizöl)
Heute 0,19 Euro (im Jahr 2010 wären dies geschätzt - 0,20 Euro)

Elefantengras (im Vergleich zum Heizöl)
Heute 0,07 Euro (im Jahr 2010 wären dies geschätzt - 0,10 Euro)

Wobei die Stromnutzung (z.B. bei Wärmepumpen) die CO2-Erzeugung nur zum Kraftwerk verlagert, damit also keine Reduzierung verbunden ist.

Bei der Nutzung von Hackschnitzel und Elefantengras ergeben sich dagegen enorme Einsparmöglichkeiten nicht nur durch den geringen Preis, sondern auch durch die örtliche Herstellung – sei es in Eigenregie (Gemeinde-Bauhof) oder als Auftragsmaßnahme an örtliche Landwirte.

Damit verbunden wäre auch eine Arbeitsplatzbeschaffung / Arbeitsplatzsicherung, Existenzsicherung und Wertschöpfung weitgehend im Ort oder in der Region.

Außerdem wird zu prüfen sein, ob bei den zu erwartenden geringen Heizkosten teure Dämmungs-maßnahmen überhaupt noch sinnvoll sind.

Ziele:
- Einsparung der Energiekosten bis zu 80%
- Einsparung des CO2-Ausstosses
- geringe Investitionen, weil Wärmedämmung unter Umständen unrentabel
- Wertschöpfung künftig weitgehend regional
- HH-Mittel künftig frei für wichtige kommunale Aufgaben

Gorxheimertal, 07.07.2008

Dieter Pecher 1. Beigeordneter
SPD-Gorxheimertal

 

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