SPD-Senioren fordern mehr Steuergerechtigkeit Brief an Parteichef und Finanzminister Klingbeil
In einem Brief an Parteichef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil setzt sich die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der Bergsträßer Sozialdemokraten für eine gerechtere Steuerpolitik ein. Im Interesse der Mehrheit der Bürger Deutschlands sei eine durchgreifende und vor allem sozial gerechte Steuerreform zwingend notwendig.
Deutschland habe eine Steuerbürokratie, die selbst Finanzfachleute an ihre Grenzen bringe. Das deutsche Steuerrecht umfasse rund 40.000 Seiten an Gesetzen und Kommentaren und sei damit das komplexeste weltweit.
Das biete cleveren Steuergestaltern ungeahnte Entfaltungsmöglichkeiten zu Lasten der ehrlichen Bürger und des Staates, heißt es in dem Schreiben weiter. Dazu zählten Steuervermeidung und Steuerhinterziehung durch Großunternehmen, Schwarzarbeit, Schwarzgeld, Geldwäsche und Karussellgeschäfte, um nur einige zu nennen.
Durch diese kriminellen Machenschaften würden unserem Gemeinwesen bis zu 200 Milliarden Euro jährlich rechtswidrig entzogen. Gelder, die der Staat dringend benötige, um nachhaltige Entwicklung sowie Investitionen in Forschung, Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur zu finanzieren.
Die Bergsträßer Sozialdemokraten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus verweisen darauf, dass zahlreiche Steuerexpertinnen und Steuerexperten, der Bundesrechnungshof, das Ifo-Institut, die OECD, der IWF sowie die Europäische Kommission Deutschland seit Jahren mahnten, endlich ein sozial gerechtes und übersichtliches Steuerrecht zu schaffen. Abschließend bitten sie ihren Finanzminister, die dringend notwendige Steuerreform zur Chefsache zu machen.
